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Geißbocktradition von Lambrecht und Deidesheim wird Kulturerbe

Die Geißbocktradition zwischen den Städten Lambrecht und Deidesheim (beide Landkreis Bad Dürkheim) ist in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden. Dies gaben die Kultusminister-Konferenz und die Deutsche UNESCO-Kommission heute bekannt.

„Die Anerkennung der Geißbocktradition als Immaterielles Kulturerbe würdigt einen gemeinsamen Brauch von Lambrecht und Deidesheim, der tief in der Region verwurzelt ist. Diese Tradition wird seit Jahrhunderten gepflegt und ist ein herausragendes Beispiel für lokales Brauchtum und lebendigen Gemeinschaftssinn in Rheinland-Pfalz. Das Fest bringt besonders in den Pfingsttagen viele Menschen zusammen und stärkt damit neben dem Bewusstsein für die eigene Geschichte auch das soziale Miteinander vor Ort. Den aktiven Trägern und den Antragsstellern gratuliere ich herzlich zur Anerkennung dieser Tradition als immaterielles Kulturerbe“, sagte Innenminister Michael Ebling.

Seit 1534 wird jedes Jahr am Pfingstdienstag ein Geißbock von Lambrecht nach Deidesheim überführt. Der Brauch begann als Gegenleistung für historische Weiderechte der Stadt Lambrecht in einem Deidesheimer Wald. Das Ereignis wird heute noch von weiteren Veranstaltungen wie der Geißbockwanderung und der Geißbockversteigerung begleitet und zieht zahlreiche Besucherinnen und Besucher an.

Die Eintragung als Immaterielles Kulturerbe trägt zum Erhalt dieser Tradition bei. Das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes bildet die Vielfalt an kulturellen Ausdrucksformen in Deutschland ab. Rheinland-Pfalz ist nun mit zehn Kulturformen auf der Liste vertreten, unter anderem mit der Weinkultur und der Pfälzerwaldhütten-Kultur. 

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