"Am Wegesrand" in der Region Pfalz

Burgruine Schlosseck

Torbogen einer Burgruine

Die Ruine der stauferzeitlichen Burg Schlosseck thronteeinst stolz über dem Isenachtal bei Bad Dürkheim auf einer Felsnase. Heute sind nur noch wenige Reste der Anlagevorhanden, die gut versteckt zwischen Bäumen und Büschen liegen. Höhepunkt der Besichtigung ist das 1883/84 rekonstruierte spätromanische Portal am südwestlichen Ende der Schildmauer. Es ist reich mit Gesimsen sowie Bogenfriesen mit Pflanzenwerk, Kopfmasken und Adlerschmuck verziert.

Vom Parkplatz an der Hardenburg nehmen Sie den Fußweg in Richtung Kaiserslautern.

TIPP: Besuchen Sie auch die gegenüberliegende Schloss- und Festungsruine Hardenburg.


Von "Schau-dich-nicht-um" nach "Murr-mir-nicht-viel"

Bewachsene Ruine eines Steinhauses

Bei „Schau-dich-nicht-um“ und „Murr-mir-nicht-viel“ handelt es sich um die originellen Namen für die Ruinen zweier Jagdhäuser mitten im Pfälzerwald, südwestlich der Stadt Bad Dürkheim.

Wie die Häuser zu ihrem Namen kamen, ist nicht eindeutig belegt. Mehrere Reiseführer aus dem 19. Jahrhundert berichten von Revierstreitigkeiten zwischen der Kurpfalz und den Grafen von Leiningen. Der Name „Murr-mir-nicht-viel“ soll eine eindringliche Warnung der Leininger gewesen sein und so viel bedeutet haben wie „Füg dich ohne Murren (in das Verbot, mein Jagdrevier zu betreten)!“
Daran angelehnt erhielt auch die nahegelegene Ruine eines weiteren Jagdschlösschens einen ausgefallenen Namen von der Bevölkerung: „Schau-dich-nicht-um“.

TIPP: Von den beiden Jagdanwesen aus dem 17. und 18. Jahrhundert sind nur noch wenige Reste erhalten, die aber über eine reizvolle Wanderroute miteinander verbunden sind. Sie führt auch am Forsthaus „Kehr-dich-an-nichts“ vorbei.


Burgruine Falkenburg

Burgruinen auf einem Hügel, im Hintergrund Berge mit Wald

In der Nähe der Gemeinde Wilgartswiesen im Kreis Südliche Weinstraße stehen auf einem Sandsteinfelsgrat über dem Queichtal die Reste der einst imposanten Falkenburg.

Obwohl die Überreste der mittelalterlichen Reichsburg sehr spärlich sind, können die Besucherinnen und Besucher noch heute interessante Felsbearbeitungen entdecken, die eindrucksvoll zeigen, wie geschickt die damaligen Baumeister Felsen und Burg miteinander „verschmelzen“ ließen. Um auf die Oberburg zu gelangen, muss der hölzerne Treppenaufstieg von der Unterburg aus genutzt werden. Dieser schmiegt sich eng an den Felsen an und führt steil nach oben. Nichts für schwache Nerven! Am Treppenende in ca. 20 Meter Höhe befindet sich der eigentliche Eingang. Eine ähnliche Konstruktion gab es übrigens schon im Mittelalter. Im Falle eines Angriffs konnte die Treppe entfernt und damit der Zugang zur Oberburg verwehrt werden.

Oben angekommen, wird man mit einem herrlichen Panoramablick belohnt.

TIPP: Die Burg ist in den sehr schönen „Wilgartswieser Biosphären-Pfad“ integriert. Nicht weit entfernt liegen die Dahner Burgen.


Burgruine Lindelbrunn

Mauern einer Burgruine mit weitem Blick auf dahinterliegende Landschaft

Wer sich einen Überblick über den Wasgau, die Burgenlandschaft in der Südpfalz, verschaffen möchte, sollte unbedingt bei der Burgruine Lindelbrunn im Kreis Südliche Weinstraße vorbeischauen.

Die im 12. Jahrhundert gegründete Burganlage ist nicht nur sehr gut erhalten, sondern sie ist einer der schönsten Aussichtspunkte der Pfalz. Von hier oben hat man eine herrliche 360-Grad-Sicht. Etliche Sagen ranken sich um die Burg, so auch die Geschichte um das Lindenmütterlein und die Entstehung des Burgnamens. Die alte Frau pflanzte am Burgbrunnen einen Lindenzweig und prophezeite, so lange die Linde blühe, werde auch das dort ansässigen Rittergeschlecht blühen. Doch der Ritter machte einen folgenschweren Fehler …

TIPP: Besuchen Sie einmal die anderen Burgen der Grafen von Leiningen, welche die Lindelbrunn 1286 als Lehen erhielten. Dazu gehören z.B. die Schloss- und Festungsruine Hardenburg oder die Burgen Guttenberg, Gräfenstein und Falkenstein.


Burgruinen Alt- und Neu-Erfenstein

Wer in der Burgenlandschaft Pfalz unterwegs ist, hat im wahrsten Sinne „Die Qual der Wahl“. Eine Burgruine reiht sich an die nächste. Ein Geheimtipp: die Burgruinen Alt- und Neu-Erfenstein im Kreis Bad Dürkheim.

Standort der im 12. Jahrhundert errichteten Doppelburg ist ein Waldgebiet in der Nähe der Gemeinde Esthal. Eine lederne Brücke soll einst der Sage nach die Burgen mit der direkt gegenüberliegenden Burg Spangenberg verbunden haben. Zunächst sollte die Brücke für freundschaftliche Besuche dienen, doch in Folge eines Streites kam es zur Kappung und zum tödlichen Absturz des Erfensteiners. Historischer Hintergrund der Sage ist, dass Erfenstein und Spangenburg stets verschiedenen Herren gehörten.
Von der Hauptburg Neu-Erfenstein, die etwas tiefer liegt, ist heute noch ein ca. 10 m hoher rechteckiger Bergfried zu sehen, der sich auf einem pilzförmigen, hohen Felsen befindet – ein typisches Kennzeichen für die Pfälzer Felsenburgen. Von Alt-Erfenstein sind nur noch wenige Reste erhalten.

TIPP: Der Drei-Burgen-Weg verbindet die Burgruinen Erfenstein, Breitenstein und Spangenberg. Da es sich um sogenannte Höhenburgen handelt, wird man mit vielen schönen Aussichten belohnt.


Burgruine Gräfenstein

Gut erhaltene Ruine einer großen Burganlage

Eine der besterhaltenen Burgen im Pfälzerwald ist die Burgruine Gräfenstein, auch „Merzalbener Schloss“ genannt. Stolz und weithin sichtbar, erhebt sie sich auf einem bewaldeten Bergkegel über der Stadt Merzalben in der Südwestpfalz (Kreis Pirmasens).

Für denjenigen, der die Burg zum ersten Mal besucht, wird der Aufstieg bis zum höchsten Punkt zu einem abenteuerlichen Erlebnis. Durch mehrere Burgtore hindurch, über steile, gewundene Treppen gelangt man an die Eingangstür am Fuße des Bergfrieds. Dann geht es eine enge Treppe im Inneren des Bergfrieds hinauf, bis man schließlich auf der oberen Plattform ankommt und mit einem atemberaubenden Panoramablick belohnt wird.

TIPP: Die Burgruine Gräfenstein liegt im südlichen Pfälzerwald, einem Gebiet, das vor allem für seine zahlreichen Felsenburgen bekannt ist. So befinden sich z. B. die Dahner Burgen, aber auch die Ruinen der Falkenburg, des Steinschlosses und der Heidelsburg in der Nähe.


Burgruine Scharfenberg

Hoher, rechteckiger Turm einer Burgruine

Drei Burgen auf drei Gipfeln eines Höhenzuges über der Stadt Annweiler in der Pfalz. Eine davon kennen die meisten: die Reichsburg Trifels, eine der mächtigsten Burgen des Mittelalters. Doch waren Sie schon einmal bei der Burgruine Scharfenberg?

Wir laden Sie zu einer Wanderung zu der südlichsten der drei Annweilerer Burgen ein. Die Hauptaufgabe von Scharfenberg bestand darin, die Burg Trifels zu schützen. Und noch heute beeindruckt der „strategische“ Blick über das Queichtal und Annweiler, die Rheinebene und die Täler und Höhen des Pfälzerwaldes. Im 13. Jahrhundert war auf der Scharfenberg zudem eine Münzprägestätte der Stadt Annweiler untergebracht. Daher auch der zweite Name der Burg: Münz.

TIPP: Der als Premiumweg zertifizierte „Annweilerer Burgenweg“ verbindet auf einer Rundtour den Besuch der Ruinen Scharfenberg, Anebos und der Reichsburg Trifels. Die Tour ist mit ihren 7,5 km auch für Familien geeignet.


Burgruine Breitenstein

Ruinen eines Portalbogens, der an eine Felswand gebaut ist

In einem Waldgebiet in der Nähe der Gemeinde Esthal im Kreis Bad Dürkheim liegt die Burgruine Breitenstein.

Die Doppelburg liegt versteckt auf einer Bergnase nördlich vom Speyerbach inmitten einer traumhaften Landschaft und wurde vermutlich im 13. Jahrhundert von den Grafen zu Leiningen erbaut. Sie gehört zu den für den Pfälzerwald typischen Felsenburgen. Oft wurde der Sandsteinfelsen durch das Aushöhlen von Felskammern und Herausschlagen von Treppen in den Burgbau miteinbezogen.

TIPP: Besuchen Sie unbedingt auch die Burgen Erfenstein und Spangenberg, die durch einen Wanderweg mit der Breitenstein verbunden sind. Wer Interesse an dem Burgentypus der Felsenburg hat, der sollte es nicht versäumen, den anderen typgleichen Burgen (z. B. Guttenberg, Blumenstein, Dahner Burgen) einen Besuch abzustatten


Burgruine Blumenstein

Eine im Schatten von Bäumen liegende Burgruine

In der Nähe der Gemeinde Schönau in der Südwestpfalz liegt die Burgruine Blumenstein.

Durch ihre einsame Lage, verbunden mit den Vorteilen einer Felsenburg, war die Burg Blumenstein vor der Einführung von Feuerwaffen fast uneinnehmbar. Schlüpfen Sie doch einmal in die Rolle des Angreifers und erleben Sie, wie schwer es war, unbemerkt zum Kern der kleinen Festung vorzudringen. Folgen Sie dem schmalen Steg, der an einem steilen Felskegel entlangführt, erklimmen Sie die steile in den Fels gehauene Treppe bis zu der künstlich verbreiterten Felsspalte, die einst zusätzlich durch eine Zugbrücke und ein Tor am Ende der Treppe gesichert war. Wie in einem Abenteuerfilm fühlt man sich in der einst zum Wohngebäude gehörenden Felsenkammer, die direkt in den Sandstein hineingeschlagen wurde.

TIPP: Die Burgruine Blumenstein lässt sich schön mit dem Besuch der Burgruine Wegelnburg oder einer Wanderung durch den Pfälzerwald verbinden. Sie ist in den Wanderweg „Felsenland Sagenweg“ eingebunden.


Burgruine Frankenstein

Ruinen einer mehrstöckigen Außenmauer einer großen Burganlage

Stolz und majestätisch präsentiert sich die im 12. Jahrhundert erstmals erwähnte Burg Frankenstein auf dem Bergsporn über dem gleichnamigen Ort. Besonders beeindruckend sind die noch erhaltenen, mehrstöckigen Außenmauern des Palas, welche die einstige Pracht der Anlage erahnen lassen. Die Aussichtsplattform gibt einen tollen Rundblick in die benachbarten Täler frei.

Auch wenn es der Name vermuten lässt: Auf Viktor Frankenstein und seine Monster aus Mary Shelleys berühmtem Roman werden Sie hier nicht treffen. Ihren Namen erhielt die Anlage durch die dort einst ansässigen Ritter von Frankenstein.

Die Burg liegt direkt an der B37 unweit der A6 bei Kaiserslautern. Nahe dem westlichen Ende des Eisenbahntunnels, der unter der Burg hindurchführt, befindet sich der Pfad hoch zur Anlage.

TIPP: Der Besuch der Ruine lässt sich wunderbar mit einer Wanderung durch den dichten Pfälzerwald zwischen Neustadt an der Weinstraße und Kaiserslautern verbinden.