Mittelalterlicher Garten als „grüne Werbefläche“ für Kaiser-Ausstellung am Landesmuseum Mainz

Gemeinsam mit dem Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling weihte Wolf die „gärtnerische Intervention“ ein, die in den nächsten Wochen und Monaten wie eine „grüne Werbefläche“ die Neugierde auf die Kaiser-Ausstellung wecken soll.

„Ich freue mich sehr, dass wir mit diesem wunderschönen mittelalterlichen Garten auf eine innovative und zugleich farbenfrohe Weise Werbung machen können für unsere große Landesausstellung Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht. Von Karl dem Großen bis Friedrich Barbarossa, die im gegenüberliegenden Landesmuseum Mainz ab September 2020 zu sehen sein wird“, erklärte Kulturminister Konrad Wolf am Dienstag auf dem Vorplatz der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) direkt gegenüber dem Eingang zum Landesmuseum Mainz. „Auch wenn bis zur BUGA 2029 noch ein paar Jahre ins Land gehen, bietet uns der Thron inmitten dieser ‚grünen Werbefläche‘ schon jetzt die Chance, ein Schlaglicht auf das Weltkulturerbe Mittelrheintal mit seiner faszinierenden Burgenlandschaft zu werfen.“ Der Thron, der sich an den Königsstuhl bei Rehns anlehnt, erinnert an die alten mittelalterlichen Reisewege der Könige und Kaiser durch das Rheintal.

Gemeinsam mit dem Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling weihte Wolf die „gärtnerische Intervention“ ein, die in den nächsten Wochen und Monaten wie eine „grüne Werbefläche“ die Neugierde auf die Kaiser-Ausstellung wecken soll. „Es ist immer schön, wenn wir in unserer Stadt grüne Akzente setzen können“, so Oberbürgermeister Michael Ebling, „und es freut mich ganz besonders, wenn sich mit den grünen Flächen auch Botschaften verknüpfen lassen, die uns ab September viel über Mainz und unsere Region erzählen werden. Ich jedenfalls bin schon sehr gespannt auf die Kaiser-Ausstellung, die nicht nur unsere Bürgerinnen und Bürger, sondern auch viele Besucherinnen und Besucher aus ganz Deutschland ins Landesmuseum locken wird.“

Der mittelalterliche Garten ist mit typischen Pflanzen der Zeit bestückt, mit Spalier-Obstbäumen, Stauden und Gräsern. Als Partner für die „grüne Intervention“ konnte die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland Pfalz (GDKE) die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz gewinnen, die das Projekt BUGA 2029 betreut. Sie war auch schon Kooperationspartner im letzten Jahr, als die Garteninstallation auf der Bundesgartenschau in Heilbronn stattfand. „Bedanken möchte ich mich bei allen Beteiligten“, ergänzte Thomas Metz, Generaldirektor der GDKE, „selbstverständlich auch bei der Stadt Mainz, die uns die baurechtliche Genehmigung erteilt hat, aber auch bei der LBBW, die sich freundlicherweise bereit erklärt, das Vorhaben zu unterstützen.“

Die „grüne Intervention“ ist das erste dauerhaft sichtbare Zeichen im Mainzer Stadtgebiet für die große Landesausstellung „Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht. Von Karl dem Großen bis Friedrich Barbarossa“. In einer faszinierenden Schau mit einzigartigen Exponaten soll erstmals das dynamische Beziehungsgeflecht beleuchtet werden, in dem über einen Zeitraum von fünf Jahrhunderten Kaiser und Könige, Fürsten und Feldherren, Ritter und Reichsfürsten, Bürger und Städte miteinander verwoben waren. Die Ausstellung wagt einen Blick hinter die Kulissen und vermittelt ein differenziertes Bild vom Kaisertum im Mittelalter. Vorgestellt werden ausgewählte Kaiserpersönlichkeiten, aber auch die „Säulen ihrer Macht“, wie etwa Willigis, den Erzbischof von Mainz. Er war nicht nur eine mächtige Stütze seiner Herrscher, sondern auch Erzkanzler des Reiches, der wichtigste Kirchenfürst nördlich der Alpen und Stellvertreter des Papstes.

Landesmuseum Mainz, Große Bleiche 49-51.
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