Die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) ist eine obere Landesbehörde und unmittelbar dem Ministerium des Innern und für Sport nachgeordnet. Sie vereint die Direktionen Landesarchäologie, Landesdenkmalpflege, Landesmuseum Koblenz, Landesmuseum Mainz, Rheinisches Landesmuseum Trier und die Direktion Burgen, Schlösser, Altertümer (B.S.A.) sowie Stabsstellen für zentrale Verwaltungs-, Marketing- und Bauaufgaben unter einem Dach.
Aufgabe der Landesarchäologie ist die Erforschung der Kulturlandschaft nach wissenschaftlichen Maßstäben durch systematische Erfassung und Sicherung aller archäologischen Denkmäler und Funde sowie die wissenschaftliche Ausgrabung gefährdeter Fundstellen mit Auswertung ihrer Ergebnisse, um den Quellenbestand zu erhalten, zu erforschen, zu erweitern und zu vermitteln.
Das Arbeitsgebiet der Außenstelle Trier der Direktion Landesarchäologie umfasst den westlichen Teil von Rheinland-Pfalz, der durch die Mittelgebirgszüge von Eifel und Hunsrück und das Tal der Mittelmosel mit ihren Zuflüssen naturräumlich gegliedert wird. Die Region besitzt ein sehr hohes Fundaufkommen aus allen Epochen von der Altsteinzeit bis in die Zeit der Weltkriege. Einen Schwerpunkt der archäologischen Arbeit bildet die Erforschung der römischen Kaiserstadt Trier mit ihren UNESCO-Welterbestätten.
Unter wissenschaftlicher Anleitung nehmen Sie insbesondere folgende Aufgaben wahr:
- technische Leitung von archäologischen Ausgrabungen an Fundstellen unterschiedlicher Zeitstellung von der Steinzeit bis in die frühe Neuzeit
- organisatorische Vor- und Nachbereitung der Ausgrabung
- Steuerung des Personaleinsatzes und Zuweisung von Aufgaben
- fachliche Einweisung und Anleitung der nachgeordneten Mitarbeiter/innen
- Einweisung und Überwachung der Einhaltung von Arbeits- und Sicherheitsvorschriften, z.B. UVV, Brandschutz, Verhalten im Gelände
- Disposition des Einsatzes des Grabungsgerätes, des eingesetzten Materials und der Sachausstattung
- Einholung von Angeboten für Dienstleistungen und Materialbeschaffung
- fachgerechte manuelle und besonders anspruchsvolle Freilegung archäologischer Befunde und Entnahme von Proben
- fotografische, zeichnerische und schriftliche Befund- und Funddokumentation, einschl. Führen von Fundlisten
- digitale Vermessung archäologischer Befunde mit Totalstation/Tachymeter
- digitale Aufbereitung der Ausgrabungsdaten sowie Verfassen von technischen Berichten
- Vorbereitung von Ausgrabungsdaten für die Langzeitarchivierung
Für diese Aufgaben erwarten wir folgende Qualifikationen:
- abgeschlossene Ausbildung zum/zur geprüften Grabungstechniker/in oder ein gleichwertiger Bachelor-, Diplom- oder Master-Abschluss
- Befähigung zur selbständigen Organisation, technischen Leitung und Dokumentation von Grabungsprojekten aller Art, darunter insbesondere auch größere Projekte und Stadtgrabungen
- Beherrschung aktueller Grabungsstandards
- Kenntnisse und Erfahrung in der Beurteilung archäologischer Sachverhalte und Einschätzung erforderlicher Maßnahmen
- Fähigkeit, eigene und fremde Grabungsprojekte zur Archivierung aufzubereiten
- hohes Maß an Motivation, Selbständigkeit und Eigeninitiative
- gute Umgangsformen
- gutes sprachliches und schriftliches Ausdrucksvermögen
- Teamfähigkeit und Konfliktfähigkeit
- körperliche Belastbarkeit und Einsatzfähigkeit
- Zuverlässigkeit und zeitliche Flexibilität
- sichere Anwenderkenntnisse von MS-Office (Word, Excel, Outlook), AutoCAD und geografischer Informationssysteme (GIS)
- Führerschein Klasse B bzw. 3 (alt) sowie entsprechende Fahrpraxis werden vorausgesetzt
Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt 39 Stunden. Das Aufgabengebiet ist nicht Teilzeit geeignet.
Im Rahmen des Landesgleichstellungsgesetzes streben wir eine Erhöhung des Frauenanteils an und sind an Bewerbungen von Frauen besonders interessiert. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei entsprechender Eignung vorrangig berücksichtigt.
Ihre schriftliche Bewerbung mit aussagekräftigen und vollständigen Unterlagen in Kopie senden Sie bitte unter der Angabe der Kennziffer 23/2025 bis zum 08.04.2025 an:
bewerbung(at)gdke.rlp.de
oder
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz
Personal
Festung Ehrenbreitstein
56077 Koblenz
Wir bitten, Bewerbungsunterlagen nicht in Mappen oder Hüllen und auch nur als unbeglaubigte Kopien vorzulegen, da die Unterlagen nicht zurückgesandt werden; sie werden nach Abschluss des Verfahrens vernichtet. Wünschen Sie die Rücksendung Ihrer Unterlagen, bitten wir einen ausreichend frankierten Rückumschlag beizufügen. Sofern Sie Ihre Bewerbung per E-Mail zusenden, bitten wir alle Bewerbungsunterlagen in einer PDF-Datei mit einer Dateigröße von bis zu 5 Megabyte zu übermitteln.
Weitere Informationen über die GDKE Rheinland-Pfalz finden Sie auf der Internetpräsenz: www.gdke.rlp.de