Lewentz: Denkmaltag widmet sich Tradition und Fortschritt im 19. Jh.

Minister Roger Lewentz hat gemeinsam mit der Generaldirektorin Kulturelles Erbe, Dr. Heike Otto, und Landeskonservatorin Dr. Roswitha Kaiser das rheinland-pfälzische Programm zum Tag des offenen Denkmals am 12. September vorgestellt und eine Broschüre der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) präsentiert.

Die GDKE bespielt den Aktionstag seit 2018 als Denkmaltag, in diesem Jahr unter dem Titel „Tradition und Fortschritt im 19. Jahrhundert“. So soll der Blick fokussiert auf das Bundesland gelenkt und das bundesweite Programm um regionale Aspekte ergänzt werden. Das spannende kulturelle Erbe des Landes soll zu Vor-Ort-Besichtigungen animieren.

„Nach dem rein digitalen Angebot im vergangenen Jahr nehmen wir zwar noch immer Rücksicht auf die anhaltende Corona-Pandemie, wollen aber überall da, wo es möglich ist, den Besucherinnen und Besuchern die Gelegenheit bieten, mit unseren Kulturdenkmälern unmittelbar in Kontakt zu treten. Die Vielschichtigkeit des 19. Jahrhunderts zwischen Tradition und Innovation, die sich in den Werken der Architektur, Kunst und Technik spiegelt, lässt sich an vielen Beispielen im ganzen Land aufzeigen“, so Lewentz. Anlässlich des Denkmaltages stelle eine neue Broschüre der GDKE in 27 kurzen Aufsätzen Kulturdenkmäler aus Rheinland-Pfalz vor. Es handele sich sowohl um solche, die neu entdeckt oder erfasst wurden, als auch beispielsweise um erfolgreiche Umnutzungen.

Der bundesweite Tag des offenen Denkmals widmet sich in diesem Jahr unter dem übergreifenden Motto „Sein und Schein - in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“ der Illusion als Darstellungsmittel der Kunst, insbesondere vor dem Hintergrund des Verhältnisses zwischen künstlerischem Original und Rekonstruktion. Rheinland-Pfalz präsentiert in diesem Jahr 148 Denkmäler. Zu den Highlights gehören das Römische Theater in Mainz, das Fort Großfürst Constantin in Koblenz, das ehemalige Minoritenkloster in Oberwesel, die ehemalige Prämonstratenserabtei in Bendorf-Sayn, die Abtei Rommersdorf in Neuwied, St. Cyriakus in Frankenthal-Eppstein sowie die Erlöserkirche in Ludwigshafen-Gartenstadt.

„Mich begeistert dabei immer wieder das Engagement der Eigentümerinnen und Eigentümer für ihr Denkmal, die unglaublich viele planerische Ideen entwickeln und eine Vielzahl von handwerklichen und restauratorischen Leistungen möglich machen“, so die Generaldirektorin der GDKE, Dr. Heike Otto.

Für die Besucherinnen und Besucher ist das Programm der Denkmäler wie auch der digitalen Angebote auf der Website der Deutschen Stiftung Denkmalschutz einsehbar (www.tag-des-offenen-denkmals.de). Über den Suchfilter kann auch das Angebot der einzelnen Bundesländer, darunter das von Rheinland-Pfalz, abgerufen werden.

„Die digitalen Angebote im vergangenen Jahr waren eine gute Alternative inmitten der Corona-Pandemie. Zugleich konnten wir dabei feststellen, dass die digitalen Angebote sogar helfen können, Schwellenängste abzubauen und neue Interessentengruppen zu erschließen – vor allem in der jungen Generation“, so die Landeskonservatorin Dr. Roswitha Kaiser, „in diesem Jahr wollen wir zeigen, dass sich beide Formate gegenseitig ergänzen. Insofern wird das Präsentationspektrum am Tag des offenen Denkmals in Zukunft ausgeweitet und aktualisiert werden“. Zu den digitalen Angeboten zählen unter anderem Fotostrecken, Videos, Instagram-Stories, virtuelle Rundgänge/Vorträge und Audio-Aufnahmen.

„Erst im Juli wurde die Stadt Bad Ems als eine der ‚Great Spas of Europe‘ in das Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen. Als eines der traditionsreichsten Kurbäder in Deutschland ist Bad Ems mit seinem weitgehend aus dem 19. Jahrhundert stammenden Baubestand die bedeutendste unter den historischen Kurstädten in Rheinland-Pfalz. Das Motto „Tradition und Fortschritt im 19. Jahrhundert“ des diesjährigen Denkmaltages knüpft bestens an den großartigen Erfolg der Anerkennung von Bad Ems als Weltkulturerbe an und unterstreicht, wie viel Rheinland-Pfalz aus dieser Epoche kulturell zu bieten hat“, so Innenminister Roger Lewentz. Umso mehr freue er sich auf die zentrale rheinland-pfälzische Eröffnungsveranstaltung des Denkmaltages am Sonntag im Marmorsaal des Bad Emser Kursaalgebäudes.

Der Tag des offenen Denkmals bietet Eigentümern, Ehrenamtlichen, Vereinen und den Institutionen der Denkmalpflege die Möglichkeit, ihre Arbeit mit dem kulturellen Erbe und die daran geknüpften Leistungen einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Der Denkmaltag Rheinland-Pfalz der GDKE versteht sich dabei als Beitrag zum Tag des offenen Denkmals.

Hier geht es zur digitalen Broschüre.

Zum Kurzfilm des Denkmaltags RLP bitte hier klicken.