Land, Stadt und Bistum Trier unterzeichnen Kooperationsvereinbarung zur Landesausstellung 2022

Trier wird 2022 erneut Spielort für eine überregional bedeutende Landesausstellung sein. Mit „Der Untergang des Römischen Reiches“ zeigen das Rheinische Landesmuseum Trier der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE), das Stadtmuseum Simeonstift und das Museum am Dom vom 25. Juni bis 27. November 2022 erstmalig eine Schau, die sich dem Untergang des Imperium Romanum in seiner Gesamtheit widmet.

Als einst größte Römermetropole nördlich der Alpen mit zahlreichen UNESCO-Welterbebauten aus der Römerzeit bietet Trier einen perfekten Rahmen. Das Land, die Stadt und das Bistum setzen damit ihre sehr erfolgreiche Zusammenarbeit bei der Umsetzung großer Ausstellungsprojekte fort. Die entsprechende Kooperationsvereinbarung haben heute Kulturminister Prof. Dr. Konrad Wolf, Oberbürgermeister Wolfram Leibe sowie der Generalvikar des Bistums Trier, Dr. Ulrich von Plettenberg, im Rahmen einer Pressekonferenz unterzeichnet.

Die drei großen Ausstellungsorte, das Rheinische Landesmuseum Trier der GDKE, das Stadtmuseum Simeonstift und das Museum am Dom sind unter dem gemeinsamen Ausstellungsdach für ihre Ausstellungsteile mit unterschiedlichen Schwerpunkten verantwortlich. Gemeinsames Marketing, gemeinsames Begleitprogramm und gemeinsame Eintrittstickets verbinden die drei Museen zu einer großen Schau. Die Organisation dieser Schnittstellen regelt die Kooperationsvereinbarung zwischen den drei beteiligten Trägern.

„Seit dem überragenden Erfolg der Landesausstellung `Konstantin der Große´ im Jahr 2007 ist Trier bekannter Schauplatz für überregional bedeutende Ausstellungen. 2016 konnte die Ausstellung `Nero – Kaiser, Künstler und Tyrann´ an diesen Erfolg anknüpfen, 2018 die Landesausstellung zu Karl Marx. Besonderheit und Erfolgskonzept der großen Ausstellungsprojekte in Trier ist die Kooperation der drei Museen. Im Bereich der Ausstellungen zur Antike steht Trier konkurrenzlos in der deutschen Museumslandschaft. Ich freue mich sehr, dass die Kooperationspartner mit dem ‚Untergang des römischen Reiches‘ ein weiteres ambitioniertes Ausstellungsprojekt präsentieren werden, dass weiter zur Profilierung von Trier als Zentrum der Antike und zur Stärkung des Kulturstandortes Rheinland-Pfalz beitragen wird“, so Minister Konrad Wolf bei der Unterzeichnung im Rheinischen Landesmuseum Trier.

Die Stadt Trier wird neben dem Ausstellungsteil im Stadtmuseum eine ergänzende Präsentation in der Schatzkammer der Stadtbibliothek zeigen. Wolfram Leibe, Oberbürgermeister der Stadt Trier, stellte fest: „Die Stadtbibliothek Trier mit ihrer berühmten Schatzkammer hütet wichtige Teile des europäischen Kulturerbes. Hochrangige Originale wie der Einband des ‚Ada-Evangeliars‘ schaffen ein lebendiges Band zwischen der Geisteswelt der Antike und dem Mittelalter. Sie machen deutlich: Die geistige Welt Roms hat fortgewirkt, auch als Staat und Verwaltung längst untergegangen waren. Diesen ergänzenden Diskurs zu führen, wird im Rahmen der Landesausstellung die Aufgabe unserer Schatzkammer in Trier mit ihren einmaligen Exponaten sein.“   

„Wenn der Untergang des römischen Reiches im Rahmen eines Ausstellungsprojektes erlebbar und nachvollziehbar gemacht werden soll, darf der Blick auf die Rolle des Christentums in diesem Zusammenhang nicht fehlen. Im Museum am Dom soll zum Ausdruck kommen, dass wir es mit einem Prozess der Transformation zu tun haben, in dem manches endete, aber auch vieles weiterbestand oder weiterwirkte. Durch die herausragende Bedeutung Triers nicht nur als einst größte Römermetropole, sondern auch als ältester Bischofssitz nördlich der Alpen wird der Ausstellungsteil im Museum am Dom auf eine Vielzahl aktueller Forschungsergebnisse zurückgreifen können, die insbesondere St. Maximin und den Dom-Bereich betreffen“, ergänzte Dr. Ulrich von Plettenberg, Generalvikar des Bistums Trier.

Unter der touristischen Dachmarke „Trier – Zentrum der Antike“ vermarktet die Generalsdirektion Kulturelles Erbe (GDKE) das römische Trier mit Teilen des UNESCO-Welterbes und dem Landesmuseum mit großem Erfolg.