„High Tech Römer“ im Landesmuseum Mainz

Staatssekretärin Steingaß eröffnet interaktive Mitmach-Ausstellung

Die neue interaktive Mitmach-Ausstellung „High-Tech Römer“ macht’s möglich: Vom 13. April 2022 bis zum 15. Januar 2023 können die Besucherinnen und Besucher des Landesmuseums Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) wahlweise eine römische Stadt planen, das Wasser aufwärts fließen lassen oder in einer römischen Galeere um die Wette rudern. Dann verwandeln sich Teile des Erdgeschosses des Mainzer Landesmuseums mit einer Gesamtfläche von rund 500 m² in ein Römerlager der besonderen Art.

„Die GDKE präsentiert mit den High-Tech Römern im Landesmuseum Mainz einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur großen Landesausstellung ‚Der Untergang des Römischen Reichs‘ im Landesmuseum Trier. Die Ausstellungen werden uns, eingebettet in das Themenjahr Spätantike, einmal mehr auf wunderbare Weise das große römische Kulturerbe unseres Bundeslandes näherbringen. Die interaktive Mitmach-Ausstellung ‚High Tech Römer‘ wird vor allem Familien mit Kindern einen wunderbaren Anlass für einen Museumsbesuch bieten. Es freut mich sehr, dass das Land damit ein weiteres kulturelles Highlight für Groß und Klein anbieten kann“, sagte die für das kulturelle Erbe zuständige Staatssekretärin im Innenministerium, Nicole Steingaß, die am Abend die Ausstellung offiziell eröffnet.

In rund 25 Mitmachstationen rückt die neue Schau die Erfindungen aus der Römerzeit in ein ganz neues Licht. „Ob Fußbodenheizung, Lastkräne, Wellnessbäder oder Kaugummi – was für uns selbstverständlich ist, das war in der Römerzeit echtes Hightech“, erklärte die Generaldirektorin der GDKE, Dr. Heike Otto.

Wie es den Römern gelang, vor rund 2000 Jahren ohne Computer, Motoren und Elektrizität solche technischen Meisterleistungen zu vollbringen, will das Landesmuseum Mainz daher seinen Besucherinnen und Besuchern mit der interaktiven Ausstellung „High Tech Römer“ präsentieren. Ergänzt wird diese durch einzigartige Original-Funde aus den umfangreichen Beständen des Landesmuseums Mainz und der GDKE.

„Wir alle freuen uns sehr auf diese Ausstellung“, bekannte die Direktorin des Landesmuseums Mainz, Dr. Birgit Heide, „denn sie vermittelt römische Technik und römisches Leben auf eine wunderbar kreative Weise und sie zeigt zugleich, wie wichtig diese technischen Errungenschaften bis heute für unsere Lebenswelt, aber auch für die Stadt Mainz sind.“ Kein Wunder, denn die Römer haben in Mainz eine ganz besondere Bedeutung. Schließlich entwickelte sich Mogontiacum vor rund 2000 Jahren vom Legionslager zum militärischen und zivilen Zentrum der Region und zur Hauptstadt der Provinz Obergermanien. Die Spuren dieser Zeit sind bis heute überall in Mainz zu finden und werden mit der Ausstellung verknüpft. So lädt das Rahmen- und Workshopprogramm dazu ein, das Ziegeleimuseum in Bretzenheim aufzusuchen oder schon einen Blick in die Ausstellungspläne des RGZM zu werfen.

Nach der außerordentlich erfolgreichen Mitmachausstellung „Ritter, Bauer, Edeldame“ aus dem vergangenen Jahr ist auch „High Tech-Römer“ wieder ein besonderes Produkt der fruchtbaren Zusammenarbeit mit dem Museon Den Haag (NL), Museum Het Valkhof Nijmegen (NL), Technopolis Mechelen (B) und dem LVR-LandesMuseum Bonn (D).

Die Ausstellung ist auf neun Pavillons verteilt. Jeder Pavillon hat ein eigenes Thema: Architektur, Handwerk, Reisen, Militär, Kommunikation, Rechnen, Luxus, Wasser und Maschinen. Ein Film führt in die Ausstellung ein und versetzt die Besucher und Besucherinnen in das antike Rom. Danach kann jeder nach eigenen Vorlieben an den einzelnen Stationen ausprobieren, tüfteln und nachbauen.

Die Sonderausstellung ist eingebettet in das Themenjahr Spätantike und die große Landesausstellung „Der Untergang des Römischen Reiches“ in Trier, die am 25. Juni eröffnet wird. Dazu wird es in ganz Rheinland-Pfalz und in den Direktionen der GDKE ein umfangreiches Begleitprogramm geben. Auch das Landesmuseum Mainz plant vom 11 Juni 2022 bis 29. Januar 2023 eine kleine Sonderausstellung unter dem Titel „Niedergang oder Neuanfang? – Mainz und Köln zwischen Antike und Mittelalter“ und dazu monatliche Vorträge, die sich teils dezidiert mit der Stadt Mainz, mit Funden, Bauwerken oder mit den Begräbnisstätten der damaligen Zeit befassen. Zudem wird im Juli ein zweitägiges Römerfest im Landesmuseum Mainz ausgerichtet.